WESTFASSADE_©TJARK SPILLE
WESTFASSADE_©TJARK SPILLE
EINGANG WEST_©TJARK SPILLE
FUSSGÄNGERBRÜCKE_©TJARK SPILLE
VERANSTALTUNGSSAAL_©TJARK SPILLE
VERANSTALTUNGSSAAL_©TJARK SPILLE
VERANSTALTUNGSSAAL_©TJARK SPILLE
KIEZKANTINE_©TJARK SPILLE
TREPPE_©TJARK SPILLE
CO-WORKING SPACE_©TJARK SPILLE
CO-WORKING SPACE_©TJARK SPILLE
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BANDCAMP BLOND_©TJARK SPILLE
ATELIER_©TJARK SPILLE
AXONOMETRIE_©AFF ARCHITEKTEN
projecticon

STADTWIRTSCHAFT CHEMNITZ

  • CHEMNITZ
  • STATUS: REALISIERT
    JAHR: 2024/25
    AFF ARCHITEKTEN mit
    GEORGI architektur+stadtplanung

Mit der Stadtwirtschaft ist im Süden des Chemnitzer Sonnenbergs ein neuer Ort für kreative Produktion, Kultur, Bildung und Nachbarschaft entstanden. Das Gelände des ehemaligen städtischen Betriebshofs wurde transformiert – zu einem offenen, vielfältig nutzbaren Quartier, das als Interventionsfläche der Kulturhauptstadt Europas 2025 und Nationales Projekt des Städtebaus eine neue stadträumliche Rolle übernimmt: als soziales, kulturelles und gestalterisches Eingangstor zum Stadtteil.

Das 12.000 m² große Areal umfasst fünf ehemalige Funktionsgebäude mit ca. 6.000 m² BGF sowie großzügige Freiflächen mit industrieller Prägung. Die Planung basiert auf einem städtebaulichen Konzept von KAPOK Berlin. Die Umsetzung erfolgte in Arbeitsgemeinschaft mit GEORGI architektur + stadtplanung aus Chemnitz und AFF Architekten aus Berlin.

Ziel war es, eine ressourcenschonende, robuste und einfache Architektursprache zu entwickeln, die die Qualitäten des Bestands herausarbeitet und ihn gleichzeitig in neue funktionale Zusammenhänge überführt. Die Strategie beruht auf dem Prinzip der niedrigschwelligen Sanierung: Eingriffe erfolgen nur dort, wo sie technisch notwendig oder funktional sinnvoll sind. So konnten Materialeinsatz, Energieverbrauch und Kosten minimiert – und dennoch neue Raumqualitäten geschaffen werden.

Die Gebäude bleiben in ihrer Struktur und äußeren Gestalt weitgehend erhalten. Fassaden, Tragwerke und Oberflächen wurden freigelegt, sichtbar gemacht und neu geordnet. Die Nutzungsmischung ist vielfältig und flexibel: Sie reicht von Werkstätten, Ateliers, Musikproberäumen und FabLabs über Co-Working und Veranstaltungsräume bis hin zu Gastronomie und Ausstellungsflächen.