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RE-BLADE

  • LAAX (CH)
  • STATUS: IN PLANUNG
    BGF: 11.200 m²
    KOORDINATEN: 46°50′17.92″N, 9°12′37.15″E
    HÖHE: 2.263 m
    JAHR: 2021-2023

Das Bauen am Berg stellt Architekten und Planer besonders im Hinblick auf die Logistik vor komplexe Anforderungen. Der neue Hauptbau am Crap Sogn Gion verkörpert ausdrucksstark das entwickelte Tragwerkskonzept aus modularer Holzkassettendecke und Ultraleichtstützen aus wiederverwendeten GFK-Rotorblättern ausrangierter Windräder. Novum hierbei ist der Einsatz dieser Giganten als tragendes Bauteil, deren optimiertes Verhältnis von Belastbarkeit zu Eigengewicht als Potential erkannt wurde und den Blättern so innovativ zu einem 2. Leben verhilft.

Unsere Vision ist Zero-Waste und der gezielt koordinierte Rückbau mit digitalisierter Katalogisierung der gewonnenen Komponenten zur Weiterverwendung ist Hauptvoraussetzung für das Erreichen dieses Ziels. Diese branchenübergreifende Wiederverwendung von Leichtbau-Komponenten vereinfacht nicht nur die ohnehin anspruchsvolle Logistik am Berg, die so zu 100% über die bestehende Luftseilbahn abgewickelt werden kann, sondern hilft gleichzeitig den hohen Ressourcenverbrauch im Baugewerbe insgesamt zu reduzieren.

Erste Bauteil- und Materialtests, die wir in Zusammenarbeit mit dem Otto-Mohr Laboratorium in Dresden durchgeführt haben, lassen auf eine Vielzahl an Wiederverwendungsmöglichkeiten für eingeschossige Hallen und Aufstockungen, als Kragarm für Balkone und Wintergärten oder als Unterkonstruktion für Solarfarmen auf Parkflächen oder Speicherseen schliessen.


Building in the mountains poses complex challenges for architects and planners, particularly in terms of logistics during construction stage. The new extension of the Crap Sogn Gion mountain station strongly embodies the developed structural concept of a modular wooden cassette ceiling supported by ultra-light columns made from recycled wind turbine blades. The innovation lies in using these giants as load-bearing components, recognizing their optimized strength-to-weight ratio as potential and giving the blades an innovative second life.

Our vision is zero waste, and well coordinated dismantling using digital tagging & cataloging for reuse of reclaimed components is a key requirement for achieving this goal. Cross-industry reuse of lightweight components not only simplifies the already demanding logistics on the mountain, but also helps to reduce the consumption of natural resources in the construction industry as a whole.

Initial component and material tests - conducted in collaboration with the Otto-Mohr Laboratory in Dresden - suggest a variety of reuse possibilities for single-story halls, rooftop & balcony extensions, conservatory & greenhouse structures or as substructures for solar farms on parking lots & fresh water reservoirs.