projecticon

TESLA SCHULE

  • BERLIN-PANKOW
  • STATUS: WETTBEWERB_ANERKENNUNG
    BGF: QM
    JAHR: 2011

Das Schulgelände der Tesla-Schule Berlin Pankow befindet sich in einem heterogenen städtischen Umfeld aus Wohnbauten der 20er Jahre im Norden und Osten entlang der Paul-Heyse-Straße und Rudi-Arndt-Straße , einem hochverdichteten Blockrand aus der Gründerzeit westlich anschließend an der Danziger Straße, sowie einem Großmarkt zwischen Schulgelände und Velodrom. Die denkmal-geschützten Bestandsgebäude auf dem Schulgelände bilden in diesem Kontext bereits ein eigenständiges städtisches Ensemble, welches durch den Neubau der Sporthalle und die Umgestaltung der Fassade der SK-Schule ergänzt und gestärkt wird.

Der Neubau der Turnhalle nimmt die Bauflucht des denkmalgeschützten Blankenstein-Baus an der Paul-Heyse-Straße auf. Durch die Stapelung von Zweifeld- und Einfeldsporthalle sowie die Integrierung des Ganztagesbereiches aus Mehrzweckraum und Lehrküche wird ein kompakter, städtischer Baukörper geformt. Dieser bildet den Abschluss der Ernst-Fürstenberg-Straße und definiert klar den nördlichen Rand des Schulgeländes. Durch die kompakte Bauform wird möglichst viel Freiraumfläche erhalten und gleichzeitig eine Gebäudehöhe erreicht, die ein wirksames Zusammenspiel der 3 Hauptgebäude auf dem Schulgelände ermöglicht. Die zentrische Anordnung zwischen Blankenstein-Bau und SK-Schule dient der Markierung des Zugangs zum Schulgelände und der Stärkung des Ensembles als Schulcampus.

Der neu gestaltete Schulhof der Tesla-Schule strahlt eine insgesamt moderne, urbane Atmosphäre aus. Die Haupteingänge der beiden Schulgebäude, der Sporthalle und der Haupteingang an der Paul-Heyse-Straße werden durch einen großzügigen „mineralischen Teppich“ aus strukturiertem Ortbeton mit einander verbunden. An diesen „Teppich“ lagern sich weitere in Textur und Dimensionierung differierende Felder an, die die benötigten Normsportfelder in sich aufnehmen. So werden innerhalb einer großzügigen Struktur die diversen Nutzungen in zentraler Lage und zum Teil als Bestandteil der Pausenhofflächen integriert.

Der Pausenhof der Klasse 1 erfährt durch seine Lage auf der Ostseite der SK-Schule eine dem Schuleintrittsalter entsprechende, besondere Raumsituation. Mit der Verlegung des zweiten Eingangs auf die Ostseite des Gebäudes wird der direkte Zugang zum Pausenhof der Klasse 1 sichergestellt. Die Lage des Pausenhofes für die jüngsten Schüler lässt im „Vorgartenbereich“ eine kleinteiligere, gärtnerisch geprägte Anmutung zu. Dichte Gehölzpflanzungen schaffen intime Raumsituationen und schirmen den Bereich zur Conrad-Blenke-Straße hin ab.

Rechteckige Riegel unterschiedlicher Materialität und Funktion strukturieren die großzügigen Bereiche und schieben sich partiell in den „mineralischen Teppich“ hinein. Je nach Zuordnung werden die Riegel als Sitzlounge, Turngerät, als Buddelkasten, Kräuterbeet oder Hecken- / Staudenpflanzung entwickelt. Die zum Großteil integrierten Bestandsbäume bilden eine weitere Raumgliederung, die auf den Schulhofflächen sowohl schattige als auch weniger schattige Bereiche bildet.