projecticon

KOMISCHE OPER_3.PREIS

  • BERLIN, MITTE
  • WETTBEWERB
    BGF_BESTAND: 24.235 m2
    BGF_NEUBAU: 14.409 m2
    COLLABORATION MIT TOPOTEK 1, ZÜRICH

Der Entwurf erweitert die bestehende denkmalgeschützte Komische Oper um eine weitere aus vier Häusern bestehende Kubatur. Zu einem weiteren Solitär gefasst, stärkt der neue Seitenflügel die Eigenständigkeit des bestehenden Opernhauses und organisiert die sekundären Funktionen des häuserübergreifenden Kulturbetriebs neu. Mittels räumlicher Disposition und formaler Ausgestaltung eröffnet der Erweiterungsbau den städtebaulichen Dialog und etabliert ein besonderes Beziehungsgeflecht zwischen den gewachsenen Typologien der Dorotheenstadt, dem Opernhaus und den Architekturen der Wiederaufbauphase Ostberlins. Die angrenzenden Straßenzüge solitärhaft abschließend, bildet der Neubau mit dem Bestandsgebäude ein ganzheitliches Ensemble, das sich als Perimeter füllende Kulturstätte direkt am öffentlichen Stadtraum platziert und eine ebenerdige Adresse zum traditionsreichen Boulevard „Unter den Linden“ ausbildet. Die noch um 1910 bestehende, straßenläufige Verbindung zwischen Unter den Linden und Behrenstraße wird als innere „Passage“ neu etabliert. Die Fuge – Dreh und Angelpunkt des Ensembles – dient wesentlich der häuserübergreifenden Erschließung und Logistik sowie der daraus folgenden Optimierung des Opernbetriebs. Als respektvoller Abstandshalter und räumlicher Schnitt zwischen „Alt“ und „Neu“ stellt sie einerseits ein direktes Wiederbeleben historischer städtebaulicher Gegebenheiten dar, andererseits betont sie – trotz multipler Verbindungsstellen – die gestalterische und funktionale Autonomie des Alt- sowie des Neubaus.