ERWEITERUNGSBAU SPRENGEL MUSEUM
ERWEITERUNGSBAU SPRENGEL MUSEUM
projecticon

ERWEITERUNG SPRENGEL MUSEUM_4.PREIS

  • HANNOVER
  • STATUS: WETTBEWERB_4.PREIS
    BRI: 43.013 QQM
    JAHR: 2010-2011

Auf die Schnittstelle zwischen Uferpromenade und Wohngebiet antwortet der Entwurf mit einem ruhenden klaren Baukörper, der sich bewußt nicht über die Traufe des Bestandes erhebt. Das bestehende Sprengel-Museum Hannover wird damit als städtebaulicher Baustein respektiert und auf eigene Weise weitergebaut. Die Erweiterung interpretiert bewußt die strukturelle Fügung und nicht die bauliche Präsenz. Durch die gestalterische Neuordnung, von innerer zu äußerer Erschließung, öffentlicher Dammkrone zu Innerem Weg, geschlossener zu offener Fassade entsteht ein neues Ensemble sich bedingender Sichtweisen. Verwächst der Bestandsbau des Sprengel Museums förmlich mit dem Boden, so schwebt der Erschließungsgang des Erweiterungsbaus über dem öffentlichen Fußweg.
Ordnen sich die Räume zur Kunstpräsentation im Bestand zu einer künstlichen introvertierten Straße so öffnet die Erweiterung mit der, die Ausstellungsräume umschließenden Entourage bewußt den Blick in die Stadt. Beide Konzepte vereint jedoch der Anspruch, eine Struktur homogener ruhender Ausstellungsräume zu erschließen. Damit wird das Bild der klassischen Enfilade auf unterschiedliche Weise umwoben. Dem Besucher allein wird die Möglichkeit eröffnet sich bei seinem Kunstbesuch zu verorten. Die Werke der Künstler verbleiben vorerst in den neutralen Ausstellungsräumen.
An der Nahtstelle beider Gebäude entwickelt der Entwurf ein vertikales Erschließungssystem zur Translation der Museumsstrasse, von innerer zur äußeren Erschließung. Durch das Zusammenfügen der Elemente von Treppe, Rampe, Galerie und Strasse entsteht ein schlüssiges Rundgangsprinzip für beide Gebäudeteile.