projecticon

MENSA HUMBOLDT UNIVERSITÄT

  • BERLIN
  • STATUS: WETTBEWERB_1.PREIS
    BGF: 2.840 QM
    JAHR: 2003

Als „Bauchstück“ der Universität kommt der Mensa besondere Bedeutung zu. Neben der kulinarischen Funktion übernimmt sie im studentischen Leben den Platz eines kommunikativen Ortes. Die Mensa und das Forum bilden dabei eine symbiotische Einheit.
Am Stadtgrundriss von Adlershof lässt sich eine Tradition freistehender skulpturaler Körper ablesen, die Teil der Identität dieses Gebietes sind. Aus diesen beiden Ansätze vereint sich ein Baukörper der das zukünftige Forum markieren soll und, von der Rudower Chaussee gesehen, ein Zeichen setzt. Der Bau fasst den Platz und ernennt ihn, zusammen mit den ehemaligen Laborgebäuden zum Forum. Durch das „Anheben“ des Volumens wird der Gedanke des durchfließenden Raumes zwischen Informations- und Kommunikationszentrum und den Instituten konsequent weiterverfolgt.

Campus / Forum
Das Baufeld wird als Streifen interpretiert, der die Fähigkeit besitzt, sich gemäß den Erfordernissen in beliebig viele kleinere Zellstrukturstreifen aufzuteilen. Die Idee der parzellierten Funktionseinheit steht in der Abhängigkeit zum Raster des Forums. So besetzt das Investorvolumen die vorderen Stücke zur Rudower Chaussee, der hintere Bereich wird von der Mensa eingenommen. Der schwebende Körper- als offenes Dach, gibt dem Forum ein Eckpunkt ohne eine Abgrenzung zu thematisieren.

Baukörper
Das Baufeld schreibt eine zweiseitige Grenzbebauung zur Thilo-Strasse und zum Forum vor. An der Emiliastrasse liegt eine 2,70m von der Grundstücksgrenze zurückgesetzte Bebauungsgrenze. Die Grenze zwischen Mensa und Investorengebäude ergibt sich aus der notwendigen Versickerungsfläche.Die innere Logik des Baukörpers verfolgt den im Baufeld formulierten linearen Strukturgedanken. Die einzelnen Funktionen stehen auf der Zellstruktur deren Streifen, der gemeinsamen Ordnung beim Forum und der Mensa unterliegen. Das Ziel ist eine Verschmelzung der beiden Elemente - die Mensa als Forum und das Forum als Mensa. Zusammen stehen sie für ein Podium der gemeinsamen öffentlichen Kommunikation – als Elemente eines Campusmarktplatzes. Die Zuordnung der öffentlichen Bereiche der Mensa in die Erdgeschoßebene erscheint daher als logischer Schluss. Die Küchen und Lagerräume schweben in einer Dachhaut darüber. Aus ihr erwächst an der Emiliastrasse ein bis ins 5. Geschoss reichendes städtebauliches Rückrad. Mit dem Platz verbindet es sich nur durch den Erschließungskern. Auf der Platzrückseite entlang der Erich-Thilo-Strasse erfolgt die Ver- und Entsorgung durch Lastenaufzüge