projecticon

SÄCHSISCHE LANDESAUSSTELLUNG

  • ZWICKAU
  • STATUS: IN PLANUNG
    BGF: 7.470 QM
    JAHR: 2018-2020

Der Wettbewerbsbereich, in der Nordvorstadt Zwickau neben dem August-Horch-Museum situiert, entfaltet seine kulturell-industrielle Qualität vor allem durch seine Position: inmitten eines traditionsträchtigen Industrie- und Kulturareals Sachsens. Ziel des Entwurfs ist es, durch einen städtebaulich und architektonisch starken Entwurf unter effizienten und nachhaltigen, ästhetischen Aspekten den Wissensaustausch das kulturelle-industrielle Erbes zu stärken und einen Erlebnisraum ganz im Sinne der 4. Sächsischen Landesausstellung zu schaffen, der die Historie Sachsens mit Kreativität, Bildung und Kultur in einer neuen Adresse widerspiegelt. Die äußere Erscheinung des neuen, temporären Pavillons greift den industriellen Charakter des Bestandsgebäudes auf, geht jedoch über die eigentliche Nutzung als Empfangsgebäude hinaus: zwischen Innen und Außen, Landschaft und Interieur, Transparent und Opak, Offen und Geschlossen, Metallisch und Textil. Er präsentiert sich als zweigeschossiger Pavillon, der vor allem durch seine Leichtigkeit und Permeabilität im starken Kontrast zu dem massiven Mauerwerksbau des Bestandsgebäudes steht. Zwei Hauptaspekte formen den Entwurfsgedanken: Die wirkungsvolle Inszenierung der Bewegung des Besuchers beim Ankommen auf dem Ausstellungsgelände und beim Zugang zum Parcours der Hauptausstellung; Die Schaffung flexible Interaktionszonen, die den Austausch der Besucher über den Ausstellungsinhalt anregen. Der Rationalismus der architektonischen Gestaltung sucht Anleihen und Metaphern der ehemaligen Industrie- und Produktionsstätte. Das schlichte Bestandsgebäude wird durch punktuelle und reversible Eingriffe sowohl im Innenraum als auch in der Fassade revitalisiert und zum eindrucksvollen Veranstaltungsort transformiert.