projecticon

UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK

  • MAGDEBURG
  • STATUS: WETTBEWERB
    BGF: 2.000 QM
    JAHR: 2000

Der Korpus des Bibliotheksneubaues greift das System der Blockrandbebauung auf, formuliert es in Bereichen jedoch wieder als Frage, um mit Beziehungen zu einem sich gewandeltem Umfeld zu antworten. Den neuen Block zum Herzstück des Universitätscampus und einer Bibliothek zugleich zu formen und dabei den historischen Kontext zu akzeptieren, schien anfangs als schwierig und komplex. Jedoch brachte das Einschreiben der stark hierarchischen Funktionen in den urbanen Körper am Ende einen Selbstlauf hervor. Die Arbeitsweise mit dem Prinzip der Verkettung von Funktion und Schriftbild wurde zum Leitfaden und Gestaltbestimmung. Es entstand ein Bauwerk, das im Urbanen zwischen der Geschichte und dem Ort von heute vermittelt, im Strukturellen seine Nutzung nicht verheimlicht und im Inneren ein Beziehungsgeflecht universitären Studierens verwirklicht. Es präsentiert und führt im Sockelbereich, archiviert und sammelt in zwei begehbaren Hochregalen und bietet in den inneren schalen dem konzentrierten Studieren differenzierte Bereiche, ohne die Gesamtheit einer Universität zu verheimlichen. Zonen unterschiedlicher Abgeschiedenheit im gemeinsamen Haus wurden geschaffen.